Mit seinem Sieg im Krefelder Herzog von Ratibor-Rennen avancierte der von Mario Hofer für den Stall Antanando trainierte Parthenius zu einem der Favoriten auf das IDEE 147. Deutsche Derby 2016, genau dem Rennen, welches sein rechter Bruder Pastorius im Jahr 2012 gewinnen konnte.

Mit dem Sieg im Ratibor-Rennen tat es Parthenius seinem großen Bruder bereits einmal gleich und es könnte sein, dass es eine weitere Duplizität der Ereignisse geben wird, denn Mario Hofer steckte die ersten Ziele für den dreijährigen Soldier Hollow Sohn bereits ab. Und diese ähneln der Route von Pastorius “Er hat sehr gut überwintert und ist aktuell die Nummer eins im Stall“, sagte Mario Hofer vergangene Woche.

„Er wird im Busch-Memorial sein Saison-Debüt geben. Wenn er dort Erster, Zweiter oder Dritter wird, dann gehen wir ins Mehl-Mülhens-Rennen. Wenn nicht, dann in ein anderes Derby-Trial.“ Hofer macht klar: „Das Hauptziel ist das Derby.“ Für dieses notiert der Hengst bei RaceBets aktuell bei 250:10. Die ganze Sache - sie könnte sich für den Krefelder Trainer zu einem Deja vu-Erlebnis entwickeln, aber am Ende ist das Brüderpaar Pastorius und Parthenius auch unterschiedlich. „Parthenius ist ein bisschen gängiger“, erklärte Mario Hofer, der Anfang des vergangenen Jahres noch nicht absehen konnte, wie schnell sich Parthenius entwickeln würde und selbst ein wenig überrascht war. „Über Sommer hat er sich toll gemacht“, blickt der Trainer zurück.

Quelle: galopponline.de

Die beiden hoffnungsvollen Deckhengst-Novizen Maxios und Pastorius, die 2015 zum ersten Mal Vater wurden, werden kommende Woche vom Gestüt Fährhof Richtung Deauville verladen.

Während Arqanas Breeding Stock Sale (Vente D’Elevage), die von 5. Dezember bis zum 8. Dezember veranstaltet wird, können die beiden Hengste von interessierten Züchtern im Pôle International du Cheval besichtigt werden. Da Campanologist erst kurz vorher aus Südamerika zurück geshuttelt sein wird, kann er am „Fährhofer Betriebsausflug“ nicht teilnehmen.

News lesen

Die Papiere von Lot Nr. 930, einer Halbschwester des hierzulande bestens bekannten zweifachen Gruppe I-Siegers Saddex (Sadler’s Wells) aus einer großartigen Familie der Niarchos-Zucht, waren allerdings bärenstark. Da konnte man schon erahnen, dass die junge Dame zu einem der Top-Zuschläge avancieren würde. Aber 180.000 Guineas für ein Fohlen aus dem ersten Jahrgang eines Stallion sind geradezu sensationell.

News lesen

20.11.2015

Decktaxen für 2016

Die Stiftung Gestüt Fährhof lässt die Decktaxe für seine vier Hengste für 2016 weitgehend unverän- der. Maxios (Monsun), der 2015 mit 110 Bedeckungen der meistbeschäftigte Hengst in Deutschland war (siehe Seite 15), steht weiterhin für 10.000 Euro zur Verfügung. Der Tarif für Campanologist (Kingmambo), dessen erste Jährlinge in diesem Jahr bis zu 140.000gns. erlösten, wurde von 7.500 auf 6.500 Euro gesenkt. Pastorius (Soldier Hollow) wird unverändert für 6.500 Euro angeboten, bei Sabiango (Acatenago) ist man mit 3.000 Euro dabei.

Bei allen Fährhofer Hengsten gilt die Lebendfohlen-Garantie.

Vier Jahre nach dem Erfolg unserem Deckhengst Pastorius gewann auch dessen Vollbruder Parthenius das Herzog von Ratibor-Rennen in Krefeld, die letzte Top-Prüfung für die Zweijährigen in diesem Jahr. Nach langem Kampf streckte der braune Hengst unter Jockey Rafael Schistl seine Nase in Front und bezwang den lange wie der Sieger aussehenden Röttgener El Loco fest. Dritte wurde die einzige Stute Parvaneh, die vom letzten Platz noch viel Boden gut machen konnte.

Wir wären auch mit dem zweiten Platz zufrieden gewesen. Es ist unglaublich, welch eine Entwicklung Parthenius seit August durchgemacht hat. Er hat sich von Start zu Start enorm verbessert, ist nicht ganz so frühreif wie sein Bruder Pastorius.

Das Dr. Busch-Memorial vor der Haustüre und natürlich das Derby sind die großen Ziele im nächsten Jahr“, erklärte Mario Hofer bei der anschließenden Siegerehrung. Parthenius ging nach seinem Münchener Maidentreffer vor vier Wochen, ebenfalls mit Rafael Schistl, sogar als Favorit ins Rennen.

Lot Nummer 875 wird in die Geschichte eingehen. Nie wurde ein Jährling eines deutschen Gestüts für mehr Geld bei einer Auktion zugeschlagen. Der absolute Wahnsinn!

Umgerechnet über 1 Million Euro brachte der namenlose Dubawi-Sohn aus der Black Sam Bellamy-Tochter Goathemala. Der absolute Wahnsinn. Und damit klar teuerster deutscher Jährling aller Zeiten. Diese Poleposition hatte noch bis vor wenigen Tagen der Brümmerhofer Monsun-Sohn North Face inne, für den Georg Baron von Ullmann einst 710.000 Euro hinlegte. Vor wenigen Tagen wurde diese Bestmarke allerdings, wie könnte es anders sein, von einem Fährhofer überboten.

Für einen Bruder von Quasillo, abstammend von Oasis Dream, wurden in Newmarket knapp eine dreiviertel Million Euro hingeblättert. Doch seit Dienstagnachmittag ist auch der Bruder des einstigen Derbyfavoriten nicht mehr teuerster deutscher Jährling aller Zeiten.

Das ist nun Lot 875. Auch Rekord für Book 2. Noch nie wurde ein Jährling bei der „schlechteren“ Newmarket-Auktion für so viel Geld verkauft, die bisherige Bestmarke lag hier bei 550,000gns. Den Zuschlag erhielt am Ende John Ferguson für das Imperium von Sheihk Mohammed Al Maktoum.

Der Jährling ist Halbbruder von zwei Siegern. Seine Schwester Goiania gewann auf Listenlevel, während Goathemala selbst den RaceBets.com Stutenpreis in Düsseldorf an ihre Fahnen heften konnte. „Er hat sich fantastisch bewegt und kommt aus einem Top-Gestüt“, stellte John Ferguson dem Fährhof ein Zeugnis der Extra-Klasse aus.

Gute Zweijährige dürfte man im ersten Rennen des Tages in Köln gesehen haben, denn in der Youngster-Prüfung über die Meile setzten sich die Debütanten Wacaria und Deukalion im Finish deutlich von dem zuletzt in Dortmund bereits gut gelaufenen Zanini ab. Dabei behielt die von Andreas Wöhler trainierte Wake Forest-Halbschwester aus dem Gestüt Fährhof unter Eduardo Pedroza sicher mit einer halben Länge Vorsprung die Oberhand, doch hatte der Röttgener Pech, dass er schlecht vom Start gekommen war. 20:10 gab es auf den Sieg der von Andreas Wöhler trainierten Makfi-Tochter. „Ihr Bruder war etwas pfiffiger, sie ist ein feines Pferd für das nächste Jahr“, so Trainer Andreas Wöhler nach dem Rennen.