Die Papiere von Lot Nr. 930, einer Halbschwester des hierzulande bestens bekannten zweifachen Gruppe I-Siegers Saddex (Sadler’s Wells) aus einer großartigen Familie der Niarchos-Zucht, waren allerdings bärenstark. Da konnte man schon erahnen, dass die junge Dame zu einem der Top-Zuschläge avancieren würde. Aber 180.000 Guineas für ein Fohlen aus dem ersten Jahrgang eines Stallion sind geradezu sensationell.

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20.11.2015

Decktaxen für 2016

Die Stiftung Gestüt Fährhof lässt die Decktaxe für seine vier Hengste für 2016 weitgehend unverän- der. Maxios (Monsun), der 2015 mit 110 Bedeckungen der meistbeschäftigte Hengst in Deutschland war (siehe Seite 15), steht weiterhin für 10.000 Euro zur Verfügung. Der Tarif für Campanologist (Kingmambo), dessen erste Jährlinge in diesem Jahr bis zu 140.000gns. erlösten, wurde von 7.500 auf 6.500 Euro gesenkt. Pastorius (Soldier Hollow) wird unverändert für 6.500 Euro angeboten, bei Sabiango (Acatenago) ist man mit 3.000 Euro dabei.

Bei allen Fährhofer Hengsten gilt die Lebendfohlen-Garantie.

Vier Jahre nach dem Erfolg unserem Deckhengst Pastorius gewann auch dessen Vollbruder Parthenius das Herzog von Ratibor-Rennen in Krefeld, die letzte Top-Prüfung für die Zweijährigen in diesem Jahr. Nach langem Kampf streckte der braune Hengst unter Jockey Rafael Schistl seine Nase in Front und bezwang den lange wie der Sieger aussehenden Röttgener El Loco fest. Dritte wurde die einzige Stute Parvaneh, die vom letzten Platz noch viel Boden gut machen konnte.

Wir wären auch mit dem zweiten Platz zufrieden gewesen. Es ist unglaublich, welch eine Entwicklung Parthenius seit August durchgemacht hat. Er hat sich von Start zu Start enorm verbessert, ist nicht ganz so frühreif wie sein Bruder Pastorius.

Das Dr. Busch-Memorial vor der Haustüre und natürlich das Derby sind die großen Ziele im nächsten Jahr“, erklärte Mario Hofer bei der anschließenden Siegerehrung. Parthenius ging nach seinem Münchener Maidentreffer vor vier Wochen, ebenfalls mit Rafael Schistl, sogar als Favorit ins Rennen.

Lot Nummer 875 wird in die Geschichte eingehen. Nie wurde ein Jährling eines deutschen Gestüts für mehr Geld bei einer Auktion zugeschlagen. Der absolute Wahnsinn!

Umgerechnet über 1 Million Euro brachte der namenlose Dubawi-Sohn aus der Black Sam Bellamy-Tochter Goathemala. Der absolute Wahnsinn. Und damit klar teuerster deutscher Jährling aller Zeiten. Diese Poleposition hatte noch bis vor wenigen Tagen der Brümmerhofer Monsun-Sohn North Face inne, für den Georg Baron von Ullmann einst 710.000 Euro hinlegte. Vor wenigen Tagen wurde diese Bestmarke allerdings, wie könnte es anders sein, von einem Fährhofer überboten.

Für einen Bruder von Quasillo, abstammend von Oasis Dream, wurden in Newmarket knapp eine dreiviertel Million Euro hingeblättert. Doch seit Dienstagnachmittag ist auch der Bruder des einstigen Derbyfavoriten nicht mehr teuerster deutscher Jährling aller Zeiten.

Das ist nun Lot 875. Auch Rekord für Book 2. Noch nie wurde ein Jährling bei der „schlechteren“ Newmarket-Auktion für so viel Geld verkauft, die bisherige Bestmarke lag hier bei 550,000gns. Den Zuschlag erhielt am Ende John Ferguson für das Imperium von Sheihk Mohammed Al Maktoum.

Der Jährling ist Halbbruder von zwei Siegern. Seine Schwester Goiania gewann auf Listenlevel, während Goathemala selbst den RaceBets.com Stutenpreis in Düsseldorf an ihre Fahnen heften konnte. „Er hat sich fantastisch bewegt und kommt aus einem Top-Gestüt“, stellte John Ferguson dem Fährhof ein Zeugnis der Extra-Klasse aus.

Gute Zweijährige dürfte man im ersten Rennen des Tages in Köln gesehen haben, denn in der Youngster-Prüfung über die Meile setzten sich die Debütanten Wacaria und Deukalion im Finish deutlich von dem zuletzt in Dortmund bereits gut gelaufenen Zanini ab. Dabei behielt die von Andreas Wöhler trainierte Wake Forest-Halbschwester aus dem Gestüt Fährhof unter Eduardo Pedroza sicher mit einer halben Länge Vorsprung die Oberhand, doch hatte der Röttgener Pech, dass er schlecht vom Start gekommen war. 20:10 gab es auf den Sieg der von Andreas Wöhler trainierten Makfi-Tochter. „Ihr Bruder war etwas pfiffiger, sie ist ein feines Pferd für das nächste Jahr“, so Trainer Andreas Wöhler nach dem Rennen.

Der klare 22:10 Favorit Potemkin aus dem Stall von Andreas Wöhler sorgte am Samstag in Hoppergarten vor prall gefüllten Tribünen im 25.Preis der Deutschen Einheit in ganz souveräner Manier für Klaus Allofs und die Stiftung Gestüt Fährhof, die das Rennen im Vorjahr mit Wake Forest gewannen, für die Titelverteidigung. Potemkin siegte gegen Stall Ullmanns 25:10-Co-Favoriten Guiliani aus dem Quartier von Jean-Pierre Carvalho und den drittplatzierten Nicolosio aus dem Stall von Waldemar Hickst.

In der mit 85.000 Euro extrem gut dotierten Gruppe III-Prüfung über 2000 Meter sorgte Adrie de Vries mit Gestüt Röttgens Weltmacht vor Andreas Wöhlers Fair Mountain für eine anständige Fahrt. Immer im Vorderfeld hielten sich Eduardo Pedroza mit Potemkin und Nicolosio mit Rafael Schistl auf. In bester Haltung erreichte Potemkin die Gerade und ging relativ rasch an Weltmacht vorbei.

Nicolosio und Guiliani, der von Filip Minarik aus dem Mitteltreffen eingesetzt wurde aber dabei, nachdem er endlich die passende Lücke gefunden hatte, nicht ganz gerade blieb, versuchten den vierjährigen New Approach-Sohn zwar zu beeindrucken, doch gegen die Leichtigkeit, mit der Potemkin seine Führung verteidigte, verpufften die Angriffsversuche wirkungslos.

Von weiter hinten fand die Lokalmatadorin Shivajia aus dem Stall von Uwe Stech noch gut in die Partie und rechtfertigte als Vierte ihre Nachnennung. Potemkin, der sicherlich für ein anständiges Trostpflaster für Klaus Allofs, dessen Wolfsburger Samstagnachmittag in Gladbach mit 2:0 unterlagen, sorgte, ist einer der Aufsteiger der Saison 2015. Aus der Sieglosenklasse formte Andreas Wöhler den Seriensieger – er verlor nur einmal bei nun sieben Jahresstarts im Ausgleich I in Hamburg gegen Wildpark – nach zwei Ausgleich II und zwei Ausgleich I-Erfolgen zum Gruppe III-Sieger. Großes Kompliment auch nach Ravensburg.

Quelle: www.galopponline.de

Eine Klasse für sich ist offenbar der bei sechs Starts in diesem Jahr fünfmal erfolgreiche Potemkin, der mit Eduardo Pedroza für Trainer Andreas Wöhler und die Besitzer Klaus Allofs sowie der Stiftung Gestüt Fährhof den Ausgleich I über 2000 Meter mit fast schon spielerischer Leichtigkeit gegen Leonce und Koffi Prince gewann. Zum Video

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