Wow! Mit einer eindrucksvollen Vorstellung untermauerte der von Christian Sprengel für Rainer Hupe + Friends trainierte Boscaccio am Pfingstmontag auf seiner Heimatbahn in Hannover seine Favoritenstellung für das IDEE 147. Deutsche Derby. Der Mount Nelson-Sohn aus der Zucht des Gestüts Fährhof siegte unter seinem ständigen Jockey Dennis Schiergen im Großen Preis der Hannoverschen Volksbank, dem mit 25.000 Euro dotierten Listenrennen über 2200 Meter leicht mit drei Längen Vorsprung gegen den von Jean-Pierre Carvalho trainierten Moonshiner.

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Was für ein Triumph für die Stiftung Gestüt Fährhof und für die deutsche Zucht. Samstag auf Sonntagnacht kam es in Belmont Park um 00.16 deutscher Zeit zum zweiten US-Auftritt für seine neuen Besitzer des ehemals von Andreas Wöhler für Klaus Allofs und die Stiftung Gestüt Fährhof trainierten Wake Forest. Und der von Fährhof gezogene sechsjährige Sir Percy-Sohn zeigte den „Amis“ bei seinem ersten US-Gruppesieg eindrucksvoll, was diese noch von ihm erwarten dürfen und triumphierte auf Gruppe I-Parkett in den renommierten mit 400.000 US-Dollar dotierten Man o’War Stakes über 2220 Meter der Grasbahn.

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Er ist das Pferd der Stunde. Der dreijährige Mount Nelson-Sohn Boscaccio. Wunderte sich vor seinem Start am Ostersonntag noch so mancher, warum ausgerechnet das von Christan Sprengel trainierte Pferd im Derbywettmarkt von RaceBets mit einem Kurs von 200:10 der Favorit schlechthin ist, weiß heute jeder, dass genau der Richtige auf der Poleposition im Wettmarkt für das Rennen der Rennen steht. In einem der sicher bestbesetzen Dreijährigen-Rennen der bisherigen Saison imponiert Boscaccio auf ganzer Linie und untermauert seine Favoritenrolle für das Blaue Band. Über das Derby-Trial in Hannover und die Kölner Union soll es für den Dreijährigen nach Hamburg gehen. Klasse hat Boscaccio bereits mehr als nur angedeutet und auch an seinem Stehvermögen zweifelt eigentlich kaum jemand.

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In seinem jetzigen Quartier, im ostwestfälischen Ravensberg, wo auf traditionellem Boden Turfhereon aus früheren Epochen wie Windbruch, Waidwerk oder Windwurf, in jüngerer Vergangenheit Lavirco, Novellist oder Protectionist trainiert wurden, hatte die von Andreas Wöhler auserkorene Nr. 1 nicht das alles entscheidende schnellere Laufen als die Konkurrenten gelernt. Es war noch in seiner Zeit in der Bremer Vahr, wo Andreas Wöhler im Herbst 1989 einen fuchsfarbenen Hengst für das Gestüt Fährhof in Training bekam, der sich später anschicken sollte, die Turfwelt in Deutschland in die verschiedensten Gemütslagen zu versetzen. Und der einen Turbo anzünden sollte, der sicherlich seinesgleichen sucht. „Meine Nr. 1 ist Lomitas, er war nicht nur ein außergewöhnliches Pferd, er hatte ganz obendrein etwas ganz Spezielles. Er stellte seine Umgebung vor große Herausforderungen, wie es Genies eben so an sich haben.“

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Um 13:15 Uhr erfolgt am Karfreitag die Saisoneröffnung am Traditionsrenntag auf der Galopprennbahn in der Bremer Vahr. 1.111 Osterhasen werden an die ersten Gäste verteilt.

Acht Rennen werden ab 13:50 Uhr am ersten von sechs Renntagen dieser Saison gestartet, die Besetzung ist für Mitte März hervorragend. Sogar ein leibhaftiger Star tritt an. Der aktuell beste deutsche Sprinter Shining Emerald aus dem Stall von Andreas Wöhler gewann letztes Jahr die Goldene Peitsche bei der Großen Woche in Baden-Baden, das bedeutendste Sprintrennen in Deutschland. Seinen ersten Saisonstart bestritt der Wallach bereits vor einem Jahr in Bremen. Im „Root-Memorial“ ist er eigentlich unschlagbar.

Im Acatenango Derby Trial“ laufen einige Pferde, die Kandidaten für das „Idee Deutsche Derby“ im Juli in Hamburg sind. Berghain aus dem Stall von Jens Hirschberger und Lichtblitz von Peter Schiergen sind Hoffnungsträger mit Derbynennung. Der Vorjahressieger dieses Rennens war in Hamburg platziert.

Eine Besonderheit ist der „GolfRange Bremen-Bumper“, ein Flachrennen für Hindernispferde, das mit neun Startern eine bemerkenswerte Besetzung gefunden hat.

Wetter können sich auf zwei Wettchancen des Tages freuen, in beiden werden in der Viererwette garantiert jeweils 10.000 Euro ausbezahlt, der Einsatz beträgt nur 50 Cent.

75 Pferde kommen an den Start, elf werden in Bremen-Mahndorf trainiert.

Mit seinem Sieg im Krefelder Herzog von Ratibor-Rennen avancierte der von Mario Hofer für den Stall Antanando trainierte Parthenius zu einem der Favoriten auf das IDEE 147. Deutsche Derby 2016, genau dem Rennen, welches sein rechter Bruder Pastorius im Jahr 2012 gewinnen konnte.

Mit dem Sieg im Ratibor-Rennen tat es Parthenius seinem großen Bruder bereits einmal gleich und es könnte sein, dass es eine weitere Duplizität der Ereignisse geben wird, denn Mario Hofer steckte die ersten Ziele für den dreijährigen Soldier Hollow Sohn bereits ab. Und diese ähneln der Route von Pastorius “Er hat sehr gut überwintert und ist aktuell die Nummer eins im Stall“, sagte Mario Hofer vergangene Woche.

„Er wird im Busch-Memorial sein Saison-Debüt geben. Wenn er dort Erster, Zweiter oder Dritter wird, dann gehen wir ins Mehl-Mülhens-Rennen. Wenn nicht, dann in ein anderes Derby-Trial.“ Hofer macht klar: „Das Hauptziel ist das Derby.“ Für dieses notiert der Hengst bei RaceBets aktuell bei 250:10. Die ganze Sache - sie könnte sich für den Krefelder Trainer zu einem Deja vu-Erlebnis entwickeln, aber am Ende ist das Brüderpaar Pastorius und Parthenius auch unterschiedlich. „Parthenius ist ein bisschen gängiger“, erklärte Mario Hofer, der Anfang des vergangenen Jahres noch nicht absehen konnte, wie schnell sich Parthenius entwickeln würde und selbst ein wenig überrascht war. „Über Sommer hat er sich toll gemacht“, blickt der Trainer zurück.

Quelle: galopponline.de

Die beiden hoffnungsvollen Deckhengst-Novizen Maxios und Pastorius, die 2015 zum ersten Mal Vater wurden, werden kommende Woche vom Gestüt Fährhof Richtung Deauville verladen.

Während Arqanas Breeding Stock Sale (Vente D’Elevage), die von 5. Dezember bis zum 8. Dezember veranstaltet wird, können die beiden Hengste von interessierten Züchtern im Pôle International du Cheval besichtigt werden. Da Campanologist erst kurz vorher aus Südamerika zurück geshuttelt sein wird, kann er am „Fährhofer Betriebsausflug“ nicht teilnehmen.

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